Unser Halleluja

Unter der Überschrift „Unser Halleluja“ rief der MDR auch dazu auf, kurze Videos über Händels wohl bekanntestes Werk zu drehen:

„Mit dem ‚Halleluja‘ aus seinem Oratorium ‚Messias‘ hat Händel DEN Hit der klassischen Musik geschrieben. Gesucht werden Videos rund um die bekannten ersten vier Töne dieser Komposition.“

Mit Begeisterung auf diese Aufgabe gestürzt hat sich die Klasse 5b der Stechlinsee-Grundschule. Mit großem Aufwand haben die Schüler*innen witzige Filmclips über das Halleluja und seinen Komponisten gedreht:

 

„Händel wollte, dass auch die Leute auf der Straße seine Musik hören.“ Diesen Aspekt griff eine Schülergruppe auf. So könnte das dann heutzutage aussehen:

 

Eine etwas andere Schulstunde zu Händel ist hier zu erleben:

 

Beim folgenden Film ist nicht nur der Inhalt phantasievoll, auch das Problem des ewigen Kampfes gegen die Technik wurde kreativ geslöst:

 

Die Lehrerin Frau Fischer erzählt über den Verlauf des Projekts:
„Zunächst spielte ich den Schülern das ganze ‚Halleluja‘ aus dem ‚Messias‘ mit einem englischen Chor vor. Beim zweiten Durchlauf versuchten sie, in der Partitur das Stück mitzuverfolgen, was nicht ganz einfach war. Sie freuten sich aber immer, wenn sie das Halleluja wieder hörten. Ich fragte sie, ob sie die Sprache erkannt haben und kam somit auf Händels Lebenslauf und darauf, dass ‚Halleluja‘ in (fast) allen Sprachen gleich ist.

Dann stellt ich ihnen die Idee des Experiments, des Video-Drehens vor. Anschließend lasen wir gemeinsam einen der Texte (aus dem Material) über Händel. Nun sollten sich die Schüler bis zur nächsten Musikstunde am darauffolgenden Tag überlegen, ob sie Lust zu diesem Experiment hätten. Ein einziger Schüler war zunächst dagegen, da er ‚Kopfschmerzen bei klassischer Musik‘ bekäme und lieber Jazz höre. (Auf dem Video singt er das Hallelujah alleine und jetzt immer wieder in jeder Stunde … und bei der Händel-Schultour war er einer der aufmerksamsten Zuhörer.)

In der zweiten Stunde besprachen wir noch einmal kurz die wichtigsten Daten und das wichtigste Wirken von G. F. Händel: seine Zeit in England, Musik am Hofe, aber auch für die Menschen allgemein und zur Huldigung Gottes.

Zur nächsten Stunde hatten sich dann bereits vier Gruppen gebildet, die ihre Hauptideen schon im Kopf hatten und deren Ziel es jetzt nur noch war, diese Ideen im Video umzusetzen: Helium, Salto, Trompete, Schulklasse, Straßenmusik mit Tanz. Mein Bemühen, sich mithilfe von mir mitgebrachter Bücher und Bilder noch mehr in die Zeit G. F. Händels zu versetzen war vergebens: Die Schüler blieben bei ihren Ideen und waren eifrigst am Werk, besprachen Outfits, Chorografien, Frisuren, Helium-Einsatz und natürlich wie und wann das ‚Halleluja‘ erklingen solle. Da sie so eifrig und selbständig bei der Sache waren, wollte ich sie dann nicht in andere Ideen pressen und ihren freudigen Elan bremsen. Sogar drehen und schneiden wollten und taten sie selbst, teilweise auf meinem Handy, ganz selten drehte ich Probeszenen. Natürlich übte ich auch einige Szenen und verbesserte musikalische Dinge, was aber beim letzten Dreh nicht bei allen gelang. Egal, es war ihr Ding und die Drehs waren eben auch aufregend. Außerdem störten bei manchen Filmen die alltäglichen Schulgeräusche, aber schließlich ist es ja ein Schulprojekt.

Das „Halleluja“ ist nun in allen Schülerherzen verankert. Die Schüler verbinden damit Freude, Lob und Begeisterung, so wie es die Videos zum Ausdruck bringen. Und: Keiner hat Scheu, in dieser Tonhöhe zu singen. Das sind doch schöne Ergebnisse für die viele Arbeit.“

Und wie werten die Schüler das Projekt aus?  So:

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Und last but not least ist es toll …

Textzeile

Ein Beitrag von
Isabel Stegner

 

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