Ludwig hilf!

„Warum heisst das Programm Ludwig? Wir sollen doch ein Rondo wie Händel komponieren. Was hat Beethoven damit zu tun?“
Das war eine der vielen Fragen, die die Schüler der Birger-Forell-Grundschule hatten, als sie gemeinsam mit ihrer Lehrein Frau Sydow zu komponieren begannen.
Eine Kompositions-Software, das klingt zunächst seltsam. Was bleibt denn da noch zu tun, wenn der Computer alleine komponiert? Aber eigentlich ist Ludwig 3.0 eher eine „Arrangier-Software“, die aus Melodien fertig arrangierte Musikstücke macht. Diese Melodien erst einmal zu erfinden, das war die Aufgabe der Schüler.

Die diesjährigen Ausrichter des ARD-Schulkonzerts, der MDR, hatten dazu aufgerufen, „Ludwig“ zu nutzen, um kleine Rondos zu komponieren. Dazu hatten Sie auch ausführliche Anleitungen ins Netz gestellt:


Aber so einfach ist es dann doch nicht, diese Melodie, die man immer unter der Dusche singt, dann auch in den Computer zu bekommen. Zunächst einmal hieß es, sich mit dem Computer und der Software vertraut zu machen:
Was sind Pfeiltasten? – Die befinden sich rechts neben den Buuchstaben. – Ach so!
Ich kann gar nichts antippen. – Du musst die Maus benutzen.
Frau Sydow, ich hör nichts. – Du hast ja auch noch nichts eingegeben.
Ich kapier gar nichts. Vielleicht sollte ich doch mal zuhören was Sie sagen…

Dann ging es an das eigentliche Komponieren. Erstes Erstauen über das, was man selber da am Computer produzierte, mündete letztendlich in Stolz auf die eigenen Kompositionen:
Es klingt gar nicht nach Händel! – Bist du Händel? – Nein, aber muss das nicht so sein?
Warum klingt das so komisch? – Weil du das so eingegeben hast!
Es macht Spaß, aber ich versteh nicht wie das geht?
Wieso klingt das anders, als ich dachte? Egal ist eben so.
Wao, war ich das? Das klingt toll.
Das klingt schön! Können sie das noch schöner machen? Super, so wollte ich das.

Es gab beim Komponieren noch eine besondere Bedingung: Ein Rondo sollte es werden, also ein Musikstück, in dem ein Thema immer immer wieder kehrt.
So sieht dieses Thema, arrangiert von Ludwig, beispielsweise bei Katharina aus:

katharina3.jpg

Und so könnte sich Katharinas komplettes Stück anhören, wenn man es mit Klavier, Pauken und Celesta spielt:

Ein wenig wie Händel klingt es ja schon, oder?
Am 3. Mai werden diese und zwei andere Schülerkompositionen dann von den Musikern des RSB live gespielt. Wir alle sind gespannt, wie es klingen wird, besonders gespnannt sind sicherlich die drei jungen Komponisten. Aber nicht nur diese drei, sondern alle beteiligten Schüler der Birger-Forell-Schule dürfen stolz auf ihre ersten Kompositionen sein!

Ein Beitrag von
Isabel Stegner

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