Eine Woche voller Händel

Haendel mit FischEs war eine volle Woche für die vier RSB-Musiker, die sich mit Händel im Gepäck auf den Weg in diverse Berliner Klassenzimmer gemacht haben. Während die Kollegen wie gewohnt jeden Morgen ab 10 Uhr für Aufnahmen im Orchester saßen, begeneten dem Schultour-Quartett ganz neue Herausforderungen. So hieß es statt Geige auch einmal Xylofon spielen oder Flasche blasen, um halb neun morgens in Mahlsdorf sein (Hilfe, so früh, wo lasse ich meine eigenen Kinder!) und dort auch noch die richtige Schule finden, abwechselnd spielen und moderieren, Audio- und Video-Anschlüsse des iPads richtig verkabeln, Materialkisten mit Ocean-Drums aus Pizza-Kartons, Notenständern und Notizbüchern für die Schüler schleppen und last but not least die Aufmerksamkeit von bis zu hundert Schülern erwecken und über eine Stunde behalten. Und das in sieben Schulen bei acht Konzerten innerhalb einer Woche!

 

Den größten „Brocken“ hatte Juliane Manyak übernommen, eigentlich Geigerin beim RSB, hier auch Moderatorin des Konzert-Workshops.
Es ist oft kein einfacher Schritt für professionelle Musiker, über das Gelernte, das „Bedienen“ des Instruments hinaus zu gehen. Das Instrument Spielen, das können wir, da haben wir hohe Ansprüche an uns und andere. Aber es ist für viele Neuland, sich auf die Situation im Klassenzimmer einzustellen, wo neben dem Musizieren auf höchstem Niveau (Bravo dem Quartett!) auf einmal noch ganz andere Dinge eine Rolle spielen, wo es auf einen Prozess zwischen Musikern und Schülern ankommt, wo es um unmittelbare Kommunikation geht. In diesem Fall ist der Schritt mehr als gelungen, wie die vielen positiven Rückmeldungen der Lehrer beweisen.

 

Und für mich selber als Musikvermittlerin war es wunderbar zu sehen, wie das Projekt, das im Rahmen des „Händel-Experiments“ stattfand, Flügel bekommen hat. Nach all dem Planen, dem gemeinsamen Besprechen des Konzepts, dem Besorgen und Vorbereiten der Technik, der zeitintensiven Kommunikation mit den Lehrern, dem anfänglichem Begleiten der Musiker lief dann irgendwann alles wie von alleine. Die Schüler waren gebannt von Julianes Moderation, der Cellist Georg Boge klinkte sich mehr und mehr in die Moderation ein und auch die Mittelstimmen Grace Lee und Samuel Espinosa hatten sichtbar ihren Spaß.
Es war wie gesagt eine volle Woche, nicht nur voller Arbeit, sondern letzlich auch voller besonderer Erlebnisse!

Hier einige kurze Eindrücke aus dem letzten Konzert in der Birger-Forell-Grundschule:

 

Danke an die Musiker, dass Ihr Euch auf das Wagnis eingelassen habt! Danke an die Lehrer und Schüler für die gute Vorbereitung und den freundlichen Empfang!
Wir hoffen, dass Ihr weitermacht, dass wir viele kreative Wasserkompositionen von Euch bekommen, die wir dann gerne an dieser Stelle präsentieren.

Ein Beitrag von
Isabel Stegner

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