Mozart, Finale

Es ist keine Selbstverständlichkeit, an einem tropisch-schwülen Freitagnachmittag auf den Ausflug zum Badesee zu verzichten, um stattdessen in die etwas stickige Aula der Sophie-Scholl-Oberschule zu kommen. Es gab einen guten Grund. Dort wurden am Abend Zeichnungen und Filme zur Arbeit an Mozarts Requiem vorgestellt. Und es kamen viele: Eltern, Schüler*innen und Lehrerinnen.

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Die Aula der Sophie-Scholl-Oberschule ist gut gefüllt

Die Schüler*innen der Kunstklasse haben beim Aufhängen von rund 50 Schülerarbeiten geholfen. Mit den Werken füllten wir mühelos eine um die 30 Meter lange Seitenwand der Aula. Die Eltern kamen, um mehr über das Projekt und unsere Zusammenarbeit zu erfahren und um dabei ihre Kinder in einer ganz neuen Rolle zu erleben: auf der Bühne an selbstgebauten Instrumenten. Aber erzählen wir von vorne.

Eine Präsentation ist wie die Aufführung eines Orchester oder eine Ausstellung nach langer Vorarbeit. Nach tagelanger Stückarbeit, in der Prozesse manchmal nur angerissen werden können und bei der man auch mal unsicher ist, was dabei herauskommen soll, wird alles zusammengesetzt. Und weil so viele Menschen an diesem Projekt mitgewirkt haben, braucht es eine Stunde, um die Arbeitsvorgänge in der Konrad-Aghad-Grundschule, im Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium und in der Sophie-Scholl-Oberschule vorzustellen.

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Isabel Stegner mit Lara Faroqhi im Gespräch über die künstlerischen Ansätze und deren Umsetzung

Das geschah anhand von Filmen über den Arbeitsprozess, aber auch mithilfe von Live Improvisationen der Musiker*innen vor einzelnen Bildern.

 

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Unser Geiger Richard Polle beschreibt den Arbeitsprozess an der Konrad-Agadh-Grundschule

Und zum krönenden Abschluss standen die Schüler*innen selbst auf der Bühne. Ausgestattet mit Brettern, Gläsern, Pinseln und unterschiedlichen Papieren. Zu den schwarzen Linien und grünen, blauen oder orangenen Flächen wurden neue Töne erzeugt, knisternde, klirrende, klappernde Töne.

Weil Musik von der Aufführung lebt und sich dann am besten entfalten kann, eröffnete sich für die musizierenden Kinder vielleicht erst jetzt ein Verständnis für das, was sie über Wochen hinweg getan hatten. Jedenfalls waren sie mit höchster Konzentration dabei und es machte viel Spaß, die Klänge, die Farben, die Flächen und Linien mit ihnen neu zu entdecken.

Text: Lara Faroqhi
Videos/Fotos: Juliane Manyak

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Ein Beitrag von Juliane Manyak und Lara Faroqhi

 

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