Moorlauge für das Requiem

Schon beim Probenbesuch im Haus des Rundfunks waren die Viertklässler der Konrad-Agahd-Schule neugierig, offen und vor allem begeistert. Schon allein ein großes Orchester wie das RSB live zu hören, war ein eindrucksvolles Erlebnis. Aber auch das Stück an sich, Mozarts Requiem, und die Zugewandtheit des designierten Chefdirigenten Vladimir Jurowski den Schülern gegenüber, ließen den Besuch in Erinnerung bleiben.

Die Fortsetzung folgt in der Schule. Die Malerin Maja Oschmann tastet sich zusammen mit den Schülern an das Malen zu Musik heran. Zunächst einmal werden unbekanntes Material und neue Techniken vorgestellt und ausprobiert. Kohle, Tuschpinsel, viel Papier und Moorlauge (eigentlich als Badezusatz bei Rheuma verwendet)  „überschwemmen“ das Klassenzimmer – bildlich und auch ganz real. Der Boden des Klassenraums wird noch lange an die Projektwoche erinnern!

Zunächst wird die Umsetzung von Klängen in bildnerische Zeichen mit Hilfe eines Klang-Bild-Spiels erprobt. Verschiedene musikalische Elemente wie Klänge im Crescendo – Decrescendo, scharf akzentuierte Akkorde oder Melodiebögen werden auf vereinbarte Art live zur Musik auf dem Papier in optische Zeichen übersetzt. Ich spiele – die Schüler malen. Schon hier wird sichtbar, wie unterschiedlich die gleiche musikalische Vorlage bei den verschiedenen Schülern aussehen kann.

DSC00784.jpgDann wird das Matrial erprobt. Besonders begeistert sind die Schüler davon, die Moorlauge mit dem Strohhalm zu verpusten. Es wird herumprobiert – auf dem Papier zerplatzende Blasen ergeben ganz besondere Muster.

Schließlich wird gemalt, zum „Lacrimosa“ aus dem Requiem, wobei die verschiedenen Maltechniken gemischt werden dürfen und sollen. Wunderbare Bilder entstehen, die gleichzeitig den Ausdruck der Musik und die Persönlichkeit der Schüler widerspiegeln. Hier eine kurze Zusammenfassung, in der Musik und Bilder einander gegenübergestellt werden:

Im nächsten Schritt werden die Schüler den umgekehrten Weg gehen – aus den Bildern wird unter Anleitung der RSB-Geiger*innen Juliane Färber und Richard Polle wieder Musik. Fortsetzung folgt …

Ein Beitrag von Isabel Stegner

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s