Rapauke im Himmel

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Sturm vor der Ruhe … Noch haben wir das silent green für uns und unsere musizierenden Kinder dürfen den Raum zum Toben nutzen.

„Wir spielen das Stück zwölf Mal“, sagt Salome plötzlich völlig aus dem Zusammenhang. „Wie bitte?“
Ja, sie hat Recht!  Nochmal zurück: 6 Konzerte an 3 Tagen und Riu Riu Chiu spielen wir im Konzert zweimal. Einmal mehrchörig vom ersten Rang und der Hauptbühne aus und am Schluss noch einmal gemeinsam mit allen Kindern und Eltern tanzend. Damit uns nach dem Schneesturm wieder warm wird.

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Cosima und Salome tanzen während der Sonate von Franz Biber als Schneeflocken herein. Die Kinder im Publikum sind ganz gefesselt von den Eindrücken.

Auch dieses Mal haben Jule Greiner und Isabel Stegner, hauptverantwortlich für die Konzeption aller Rapauke-Konzerte, einen wunderbaren Rahmen gefunden. Eine Geschichte, die Rapauke im Himmel erlebt.

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Hans-Jakob Eschenburg spielt ein zeitgenössisches Stück von Pêteris Vasks. „Was für coole Musik“, entfährt es einem Kind aus dem Publikum begeistert.

Vor allem die 3- bis 6-jährigen Kinder lieben die Einbettung der Musik in die Welt von Rapauke. Aber auch ich als Musikerin habe eine klare Vorstellung davon, wie ich die Einleitung einer Sonate von Franz Biber beende, wenn ich weiß, dass in der Szene ein Schneesturm folgt.

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Zu der Fantasie von Camille Saint-Saëns für Geige und Harfe fährt Rapauke in einem Wolkenboot. Auch mir macht beim Musizieren dieses Bild im Kopf insgeheim große Freude.

Zurück zu Salome. Soll man seine Kinder in Konzerte einbinden? Das ist nicht pauschal zu beantworten. Aber wenn wir den Gedanken der Robert Bosch Stiftung, durch deren Unterstützung diese Reihe für Kita-Kinder überhaupt erst ins Leben gerufen werden konnte, konsequent zu Ende denken, dann ist es für mich das Natürlichste der Welt, Kindern auch auf der Bühne eine Stimme zu geben. Wenn sie es mit so viel Hingabe, Spaß und Professionalität tun allemal.

Kinder im Publikum bauen eine ganz andere Bindung zu musizierenden Kindern auf. Auch wenn sie etwas älter sind, so sind sie doch nicht unerreichbar.

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In jedem Konzert wird ein „Instrument“ von den Kindern gebaut, auf dem sie zum folgenden Stück mitspielen können. Dieses Mal sind es aus Buterbrotpapier gestaltete Schneeflocken. Die tanzten zart raschelnd zu Harfenklängen und Claude Debussys „The Snow is dancing“.

Und Cosima sagt, sie hätte gerne noch eine Woche weiter Konzerte mit uns gegeben.

Wie schön. Vielleicht in der nächsten Spielzeit wieder …

Datei 03.06.16, 18 11 58 Ein Beitrag von Juliane Manyak

2 Gedanken zu “Rapauke im Himmel

  1. Das Konzert war ein großes Erlebnis, so wie die anderen Konzerte auch. Aber durch die Kinder Salome und Cosima, die mit viel Freude und Leichtigkeit mit den großen Musikern sangen, Gedichte sprachen und tanzten, vor Allem aber musizierten, waren alle kleinen und großen Zuschauer besonders aufmerksam und begeistert. Beim verlassen des Saales sagte ein kleines Mädchen zu ihrem Papa : Zuhause übe ich auch auf meiner Flöte, dann Flöte ich Wolken.
    Was für ein Erfolg!

    • Oh wie schön zu hören! Genau dieses Gefühl zu vermitteln, dass Musik etwas ist, was jeder empfinden und ausdrücken kann, liegt uns am Herzen! Wir freuen uns auf die kommenden Konzerte und alle großen und kleinen Zuhörer.

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