…und Stopp…..

Das RSB ist nun schon seit drei Jahren Teimehmer des Projekts „Kunst und Spiele“ der Robert Bosch Stiftung. Und es wirkt! Wie souverän, kompetent und vor allem mit wie viel Freude die beteiligten Musiker inzwischen Kindern im Kita-Alter Zugang zur Musik vermitteln, zeigt der folgende Beitrag von Gudrun Vogler.

Musiker des RSB in der Dussmann Kulturkita Im Unfallkrankenhaus Marzahn
– ein unkompliziertes Format mit Erfolgsgarantie!

10 Kinder in einem großen hellen Raum und sie wollten nochmal!:
Stopptanz tanzen, Fingertanz fühlen und „Der Herbst ist da..“ singen.
Aber nun war Schluss. Das Mittagessen stand an und alle drei Kita-Gruppen hatten ihre Stationen absolviert.

img_20160920_182108Rudolf und ich sortierten unsere mitgebrachten Instrumente wieder zurück auf den großen Gruppentisch, ich nahm der Erzieherin meine Notenlätter wieder ab, die sie mir so schön gehalten hatte und ich bemerkte, dass mein Gläschen mit Oboenwasser an einer Ecke ausgelaufen war. Die Erzieherinnen winkten ab. Kein Problem- bevor ein Kind ausrutscht, ist alles gewischt.

Wir atmeten durch und besprachen uns kurz.

img_20160920_182027Die Drei- bis Fünfjährigen hatten gut mitgemacht und sich neugierig auf die neuen Instrumental – und Hörwelten eingelassen. Klar, es gab immer ein paar Schüchterne, die Bammel hatten, aber sie wurden im Laufe der 20 Minuten von der Gruppe mitgezogen.

Als Rudolf und ich unsere Instrumente zum Anfassen und Ausprobieren vorstellten, gab es in jeder Gruppe ein, zwei besonders Pfiffige, die schon Töne produzieren konnten. Ihre Augen leuchteten und die Wirkung auf die Gruppe war spürbar – „wenn sie/er das kann, kann ich das vielleicht auch?“

In der 2. und 3. Gruppe hat es gut funktioniert , Sprach – und Bewegungsteile miteinander zu koppeln und abzuwechseln, aber für die ersten Kinder war es erst mal notwendig gewesen, eine musikalische und persönliche Brücke zu bauen, damit klar wurde , worum es geht. Dann kam alles ins Rollen. Jede neue Kinder-Gruppe im rotierenden System war dann schon schlauer, mutiger und gelöster. Die Erzieherinnen hatten mir super meine Noten gehalten, so dass ich ausweichen konnte, wenn die Kinder mich streiften und die Noten auch noch hielten, wenn die Erzieherin bei den Bewegungsspielen versehentlich angestupst wurde.

Ich hatte mich für den 4. Satz der C-Moll Oboensonate von A.Vivaldi entschieden. 9/8 Takt , Allegro und Rudolf zelebrierte das basso continuo dazu auf der Bassflöte. Ein mobiles Konzert – passend für jede Ecke des Raumes , ob unter oder über dem Tisch- alles variabel ! Anhand dieses Materials lernten die Kinder die musikalischen Unterschiede zwischen laut und leise , schnell und langsam, kurz und gebunden und natürlich spielen und nicht spielen über Bewegungsspiele am ganzen Körper kennen.

img_20160920_181944Ich für meinen Teil war nun tüchtig durchgepustet, die Erzieherinnen schwärmten, die Kollegen schmunzelten und Kinder winkten uns hinterher, als wir mit Sack und Pack das Gebäude verließen. Ein letzter Blick – eigentlich ein schönes Gelände….

 Nochmal wiederkommen, um die Kinder zu sehen und Musik zu machen? – Gerne.

Nächstes Mal können Rudolf und ich vielleicht die Rollen tauschen. Dann werde ich (wie dieses Mal Rudolf) mit den Kindern tanzen und stoppen, in gefrorener Geste verharren, beim nächsten Musikschnipsel nur den kleinen Finger bewegen, oder den Kopf ?- Spannung halten – bis es weitergeht und die Körperbewegungen wieder fließen und das zurückgehaltene Lachen und Giggeln der Kinder losbricht, in Gang kommt, anschwillt und wieder abrupt aufhört beim nächsten – Stopp- Pause – Stille- und ? – nochmaaal!……..

 

Ein Beitrag von Gudrun Vogler

Außer Gudrun Vogler und Rudolf Döbler haben noch sechs weitere Musiker den musikalischen Vormittag für die Kita-Kinder gestaltet. Hier einige Eindrücke:

img_20160920_094151 img_20160920_094041img_20160920_095435 img_20160920_095638img_20160920_094818 img_20160920_094536     Fotos: Isabel Stegner

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