Wie schnell hüpft der Frosch?

Unsere neue Saison hat begonnen und auch in unseren Partnerkitas sind die Sommerferien vorbei.
Und wir sehen uns wieder! Die Kinder erwarten uns schon fröhlich. Ihre Musiker kommen! Dieses Mal nicht, um die Kleinen auf ein bevorstehendes Rapauke-Konzert vorzubereiten, sondern um gemeinsam herauszufinden, wie zum Beispiel ein Frosch und die Musik von Béla Bartók zusammenpassen.

Wir planen, einmal im Monat einen Vormittag in einer unserer beiden Partnerkitas zu verbringen, um mit den Kindern zusammen Musik zu erleben.

bartok

Für den ersten Termin haben sich vier Musiker des RSB zuvor mit Jule Greiner, Professorin für Elementare Musikpädagogik, besprochen und Ideen ausgetauscht. So etwas geht schnell und herzlich. Wir arbeiten seit Beginn des Förderprogramms der Robert Bosch Stiftung „Kunst und Spiele“ eng zusammen. Aber jetzt ging es nicht um die Konzeption eines Rapauke-Konzerts, sondern wir Musiker haben die Ohren gespitzt. Versucht, Jule Greiners Erfahrung im musikalischen Umgang mit Kindern zu nutzen, sie zu verinnerlichen und am nächsten Morgen in der Kita hoffentlich umzusetzen.

Die erste Gruppe Kinder kam herein und das Spiel begann. Meine Kollegen und Jule saßen im Hintergrund und waren stille Beobachter. Und ganz schnell waren 40 Minuten vorbei. Die Kinder waren Krokodile, sind als Pferde galoppiert und geflogen wie ein Adler. Der Frosch hüpft anders als die Springmaus. Deshalb musste ich dieselbe Musik für die Maus auch ganz anders spielen als für den Frosch, das war den Kindern sonnenklar. Im Spiel war die Musik angekommen und die Kleinen konnten die kurzen charakteristischen Passagen der entsprechenden Bewegung zuordnen.

duo-bartokAm Ende der Stunde spielte ich mit Steffen Tast noch ein Mini-Konzert. Eigentlich sind die Duos von Bartók ja für zwei Geigen geschrieben, das wollen wir nicht ungespielt lassen.

Steffen übernahm die zweite Gruppe: andere Kinder, andere Tiere, aber die gleiche Freude und Begeisterung am körperlichen Erleben von Musik.

Und das Schöne für uns war, dass wir durch das schnelle Feedback unserer beiden Kollegen und Jule Greiner sofort reflektieren konnten, was im Zusammensein mit den Kindern funktioniert und welche anderen Möglichkeiten man gehabt hätte.

 

 

 

 

Datei 03.06.16, 18 11 58Ein Beitrag von Juliane Manyak

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