Türkisch für fortgeschrittene Soundpainter

2015-09-21 11.07.55

Ceren Oran

Schon wieder Soundpainting! So recht wissen die Schüler des Musik-Leistungskurses nicht, was sie von dem neuen Projekt halten sollten. Erst vor einem halben Jahr hatten sie sich im Projekt „Das unscharfe Schwanken in den Randgebieten“ ausführlich mit der Zeichen-/ Dirigiersprache beschäftigt.

Doch dieses Mal steht Ceren Oran vor ihnen, Soundpainterin, Tänzerin und – Türkin. Den türkischen „Baustein“ zu entwickeln, das ist die Aufgabe dieses Kurses im Projekt „Rhapsody of Berlin“. Zunächst einmal beschnuppert man sich ein bisschen. Sabine Vogel und Ceren Oran dirigieren gemeinsam, jeder einen Teil der Gruppe. Das macht schon mal Laune! Allmählich kommt das Stück in Fahrt; die meisten Zeichen „sitzen“ noch, man verständigt sich wortlos. Es sind die gleichen Zeichen, die Sabine und Ceren benutzen und dennoch ist es anders. Jeder Soundpainter hat seine eigene Körpersprache – natürlich ist die einer Tänzerin ganz anders als die einer Musikerin.

Dann geht es um die türkische Musik. Ceren hat verschiedene Stückvorschläge mitgebracht – die Schüler entscheiden sich für das letzte Stück, „Nazar“ von Kardeş Türküler:

Noten dazu gibt es nicht, also versucht man, das Gehörte nachzuspielen. Der Rhythmus wird gesucht, die Harmonien, eine Basslinie. Dann beginnt Ceren mit dem Material zu sondpainten und schon entsteht ein neues kleines Stück, ein Warm Up, wie sie es nennt:

Dass Soundpainting eine multidisziplinäre Dirigiersprache ist, erfahren die Schüler am Schluss der Stunde am eigenen Leib. Ceren zeigt ihnen, wie sich die Zeichen, die sie bisher nur als musikalische Spielanweisungen kennen, auf Bewegungen anwenden lassen. Statt der Lautstärke ändert sich die Amplitude der Bewegung, statt der Tonhöhe der Bereich des Körpers, der sich bewegt. Die Schüler dirigieren sich gegenseitig, gute Stimmung ist garantiert…

Wer schon einmal einen Vorgeschmack bekommen möchte, wie eine multidisziplinäre Soundpainting Performance aussehen kann, dem sei das folgende Video aus Salzburg mir Ceren als Soundpainterin empfohlen. Live zu erleben ist sie bei der Präsentation unseres Projekts am 5. Oktober. (Information und Anmeldung unter stegnermusik@gmail.com)

Ein Beitrag von Isabel Stegner

Das Projekt wird gefördert vom
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