Wie klingt Berlin?

Im vergangenen Jahr war es Antonín Dvořák, um den sich im ARD-Schulkonzert alles drehte. In diesem Jahr werden die Rhapsody In Blue von George Gershwin und das Concert Românesc von György Ligeti sein, mit denen sich Schüler in ganz Deutschland in kreativen Projekten beschäftigen werden.

NewYorkCityManhattanRockefellerCenterGershwin sah seine Rhapsody in Blue als musikalisches Abbild New Yorks im Jahr 1924. Er schreibt über den Moment, in dem ihm plötzlich das Stück klar vor Augen stand:

„Ich hörte sie (die „Rhapsody in Blue“)wie eine Art musikalisches Kaleidoskop unseres Amerikas, unseres gigantischen Schmelztiegels, unseres unerreichten nationalen Schaffensdrangs, unseres großstädtischen Wahnsinns.“

Wie klingen unsere deutschen Städte, Stadtteile und Regionen heutzutage?

trams-828840_1280Ein Land mit den Ohren zu erforschen, dazu möchten wir Schüler und Lehrer im Rahmen des Gershwin-Experiments anregen. Im Laufe des Projekts wird auf der Seite des Gershwin-Experiments ein Klangbaukasten mit typischen Klängen aus ganz Deutschland entstehen. Das können auffällige Klänge im Freien wie Glockenspiele oder Signalgeräusche sein. grinder-3628_640Es können aber auch Klänge in Innenräumen sein, die für ein bestimmtes Handwerk oder für bestimmte Bräuche typisch sind. Auch ganz persönliche „Lieblingsgeräusche“ oder den Alltag bestimmende Klänge wie eine Schulklingel, das Quietschen der Straßenbahn oder das Stimmengewirr auf dem Marktplatz können gesammelt werden.

Diese Klangbausteine können dann im nächsten Schritt am Computer zu Kompositionen zusammengefügt und verarbeitet werden. Was die Form angeht, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Wie wäre es mit einem Hörspiel, einem Soundtrack zu einem Foto oder gar einem Geräusche-Kanon?

microphone-843009_1280In dem Begleitmaterial  Lehrerheft Klangbaukasten finden sich nicht nur konkrete Hinweise zum Sammeln der Geräusche und praktische Tipps zur Weiterverarbeitung der Sounds, Sie finden auch zahlreiche Spiel- und Unterrichtsideen, welche die Ohren öffnen sollen für Klänge des Alltags, Klangeigenschaften und musikalische Parameter wie Tonhöhe, Tondauer, Klangfarbe und Rhythmik.

Sie haben spannende Klänge gefunden? Schicken Sie diese an education@rsb-online.de, der Klangbaukasten des Gershwin-Experiments wird regel-mäßig aktualisiert.

Besonders freuen wir uns über die Zusendung von fertigen Klangkompositionen. Ausgewählte Werke können auf http://schulkonzert.ard.de/ präsentiert werden oder auch am 12. November 2015 live in Berlin im Rahmen der Übertragung des Abschlussonzerts.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Erforschen von Berlin und Brandenburg mit den Ohren!

Ein Beitrag von Isabel Stegner

 

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