Ein Held hat Mut, sich zu öffnen!

Die Helden machen sich breit am Kant-Gymnasium in Spandau. Die  Vorbereitung des Konzerts „Beethoven – ein Held wie du und ich?“ finden fächerübergreifend statt. Hier ein Projekterfahrungsbericht von Michell aus der Zusammenarbeit mit Gudrun Vogler, Oboistin beim RSB:

Zurzeit führt der Musik Grundkurs des ersten Semesters des Kant‐Gymnasiums Berlin Interviews in allen Altersklassen zu dem großen Thema „Held“ durch. Und es ist wirklich interessant zu sehen, was dabei herauskommt: nicht nur die Antworten sind vielfältig, sondern auch unterschiedliche Emotionen sind beteiligt. Jedoch ist es schwierig, ein vollständig gelungenes Interview zu absolvieren. Denn zum einen muss auf die Umgebung, inklusive Geräusche und Licht geachtet werden. Zum Anderen ist es wichtig, dass der Interviewpartner gut darauf vorbereitet wird. Doch selbst wenn er mit den Fragen vertraut ist und er schließlich seine Zustimmung gegeben hat, diese auch zu beantworten, reagieren alle auf die Kamera mit Nervosität. Ein Test hat dies bestätigt: der Befragte war verschlossener und überlegte länger, bevor er etwas sagte. Nachdem das Interviewen beendet und das zusätzliche Auge abgeschaltet worden ist, breitet sich in den meisten Gesichtern Erleichterung aus oder der Interviewpartner redet plötzlich wie ein Wasserfall drauf los.

Beethoven Familie und Freundeskreis 011

Gudrun Vogler mit Schülern des Grundkurses

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass einer meiner befragten Personen sich kurz und knapp ausgedrückt hat, während die Kamera lief. Zu der Frage, wer denn ein persönlicher Held wäre, antwortete mein Gegenüber: „Meine Mutter“. Dabei kämpfte die Person gegen die Tränen an, wollte dies aber nicht nach außen hin zeigen und wurde von da an deutlich verschlossener. Als ich schließlich das Interview beendete, weinte mein Gegenüber und verriet mir noch weitere Dinge, die er sich zu dem Thema dachte. Verständlicherweise zeichnete ich dies nicht auf. Zum Schluss meinte die Person: „Jetzt habe ich mich soeben als Held gefühlt, weil ich meine Gefühle zugelassen und mich ganz natürlich den Problemen meines Lebens hingegeben habe.“ Das fand ich sehr beeindruckend, weil mein Gegenüber den Mut gehabt hatte, sich zu öffnen und bereit gewesen war, dies auch mit anderen zu teilen.

Die Ergebnisse der Schüler sind im Rahmen des folgenden Konzerts zu sehen und zu hören:

Schul- und Familienkonzert (ab 9 Jahren)

Beethoven Rapauke_SchulkonzertSonntag, 11. Januar 2015, 15.00 Uhr
Aula des Kant-Gymnasiums Spandau
Familienkonzert

Montag, 12. Januar 2015, 11.00 Uhr
Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ Berlin
Schulkonzert

„Beethoven – ein Held wie du und ich?“
Ein Konzert über „Supermänner“, Möchtegernhelden und stille Größe

Tickets für das Familienkonzerte am 11.01.
sind erhältlich beim RSB-Besucherservice
5 € für Kinder | 10 € für Erwachsene

Ein Beitrag von Isabel Stegner

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