Ganz nah dran!

Die neue Reihe „Rapauke macht Musik“ für Kinder von 3-6 geht am 23. November mit dem ersten Konzert an den Start. Doch dieses interaktive Konzertformat im KinderKünsteZentrum ist nicht das Einzige, das die Musiker des RSB im Rahmen der Förderung „Kunst und Spiele“ durch die Robert Bosch Stiftung entwickeln.

Eine ganz normale Konzertprobe des RSB im Oktober im Ferenc-Fricsay-Saal im RBB: Aus allen Einspielzimmern hört man Dreiklänge, Tonleitern, Ausschnitte aus Orchesterstimmen. Doch an diesem Vormittag mischt sich darunter Kinderlachen, der Rapauke-Kanon und Pappkarton-Getrommel. In kleinen Gruppen von fünf Kindern werden die „Großen“, also die Fünfjährigen Kinder der beiden Neuköllner Partnerkitas auf den folgenden Probenbesuch eingestimmt. Begriffe wie laut und leise, schnell und lamgsam werden mit den Kindern ausprobiert und praktisch umgesetzt. „Wenn ich leise spiele, trommelt ihr ganz leise auf den Rand des Pappkartons, wenn ich laut spiele, dürft ihr in der Mitte des Kartons auch laut trommeln.“, weist die Oboistin Gudrun Vogler „Ihre“ Kinder an, die begeistert dabei sind. In einem anderne Einspielzimmer wird unter Anleitung von Neela Hetzel des Fonseka der Dirigent imitiert, gibt ein Kind den anderen mit einer Bewegung der Hände einen Einsatz, damit sie gemeinsam in die Hände klatschen. Gar nicht so einfach! Die Geigerin Juliane Manyak wiederum präsentiert den Kindern mehrfach eine kurze, einprägsame Melodie, die gleich in der Probe zu hören sein wird.

2014-06-19 09.36.15Nacheinender zwei Musikern begegnen die kleinen Kindergruppen, werden von ihnen ganz persönlich auf das Erlebnis „Orchester“ vorbereitet, bevor sie dann im Ferenc-Fricsay-Saal Platz nehmen. Dort gibt es erst einmal Fragen über Fragen: „Wie kann denn die Frau da vorne ihr Instrtument mit nach Hause nehmen?“, (Gemeint ist Renate Erxleben, die Harfenistin) und, „Wann spielen sie denn jetzt zusammen?“
Als der Dirigent Karel Mark Chichon dann um halb elf kommt (die Probe wurde extra für die jungen Zaungäste eine halbe Stunde nach hinten verschoben), die Prozedur des Stimmens vorbei ist und die ersten Töne der Armida Ouvertüre endlich „zusammen“ erklingen, da staunen die Kinder mit offenem Mund über die Klanggewalt und den Farbenreichtum der Musik. Erstaunlich ruhig und sehr konzentriert lauschen sie fast eine halbe Stunde lang den für sie so neuen Klängen und beobachten das Geschehen im Orchester.

„Es ist wichtig, dass die Kinder auch zum Orchester kommen und den Gesamtklang erleben.“, sagen nicht nur die Erzieherinnen, sondern auch die sieben Musiker, die an diesem Vormittag ihre ganz persönliche Probeneinführung für die jungen Zuhörer zum ersten mal erfolgreich getestet haben. Diese Nähe, die geradezu private Stimmung in den kleinen Einspielzimmern ist schon etwas sehr Besonderes, das bei Kindern und Musikern in Erinnerung bleibt.

Im Februar heißt es dann zum nächsten Mal „Einspielzimmer frei“ für Kita-Kinder, die dem RSB und seinen Musikern einmal ganz nah kommen wollen.
Nähere Informationen dazu unter education @rsb-online.de

Ein Beitrag von Isabel Stegner

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