Sphärenklänge

Colour-coded_view_of_hurricane Saturn_s_blue_northern_hemisphere
Saturns Nordpol Hurricane und seine blaue nördliche Hemisphäre (Quelle: ESA)

Der Saturn
Wirkung: Wahrnehmung und Bewusstwerdung
Frequenz: 147,85hz
Ton: D
Farbe: blau

Gustav Holst war nicht der erste, der den Planeten Klänge zugordnet hat. Die Verbindung von Weltall und Musik, Planeten und Tönen, Sphären und Harmonien hat eine lange Geschichte:

„Es gibt kaum eine Kultur, in der nicht vom Weltenklang oder von den Sphärenharmonien berichtet wird. Für die Inder ist der Anfang aller Dinge „Nada“ der Urton. Sie sprechen von „Nada Brahma“, was soviel heißt wie: Die Welt ist Klang. Der immerwährende Ton der indischen und tibetischen Kulturkreise ist das „OM“. Die Silbe „OM“ ist das heiligste Mantra überhaupt und ist das Symbol der Urschwingung des Daseins.

Im antiken Griechenland wird immer wieder von den Sphärenklängen berichtet. So schreibt Platon am Ende des 13. Buches der Gesetze:

Jede Figur und Aneinanderreihung von Zahlen und Zusammenfügung der Gestirne – und jenes Eine als das Analoge für alles sich Darbietende – müssen hervorleuchtend klar werden demjenigen, der in rechter Weise forscht. Es wird aber ans Licht kommen das, was wir sagen, wenn jemand so recht auf das Eine schauend alles zu erlernen strebt. Dann wird nämlich ein verbindendes Band der genannten alle ans Licht treten.

Das verbindende Band ist das Gesetz der Oktave. Durch die systematische Anwendung dieses Gesetzes auf alle periodischen Erscheinungen ist es möglich, sich ebenso die Schwingungsverhältnisse der Planeten zueinander anzuhören, wie auch die Struktur verschiedener Atome und Moleküle.“

Quelle: „Die Töne der Kosmischen Oktave“
Copyright 1989 by Hans Cousto, Het Kosmisch Oktaaf Internationaal, Amsterdam

Die Planetentöne spielen vor allem in der Astrologie eine wichtige Rolle, weitere Informationen zur Berechnung finden sich unter http://www.sygyt.com/de/planetentoene.

Auch Gustav Holst orientierte sich bei der Komposition seines Werkes nicht an wissenschaftlichen Fakten oder Erkenntnissen der Astronomen; seine Stücke orientieren sich einerseits am Charakter der entsprechenden römischen Gottheiten, andererseits war das Buch „Was ist ein Horoskop“ von Alan Leo eine Anregungsquelle, der Holst unter anderem die Inspiration zu den Untertiteln der einzelnen Sätze („The Bringer of…“ etc.) entnahm.

So wählen die Planeten-Paten aus drei Quellen der Inspiration: Wissenschaft, Astrologie und Mythologie – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Ein Beitrag von Isabel Stegner

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