Flug zur Venus

Stellar_occultation_at_Venus
Als erste „Patenklasse“ haben Schüler der Mary-Poppins Grunschule in Gatow nun mit ihrer Reise zur Venus begonnen.

Über diesen Planeten, der der Erde so nah ist, schreibt die European Space Agency ESA:
Wie manche irdische Frauen, so verhüllt auch die Venus ständig ihr wahres Angesicht. Sie ist von einer dichten und optisch undurch-dringlichen Wolkenhülle umgeben, so dass über die Oberflächengestalt unsererZwillingsschwester lange Zeit nichts bekannt war. Bis in die 60er-Jahre vermutete man, dass unser Nachbarplanet Leben beherbergen könnte. Aufgrund der Sonnennähe ging man von tropischen Wäldern aus, in denen sich Dinosaurier tummeln würden. All diese Hoffnungen wurden jäh enttäuscht, als Radio- und Radarteleskope sowie Raumsonden die verschleierte Göttin Stück für Stück entblätterten.
Die Göttin hat sich als ein Planet der Hölle entpuppt. Auf der Venusoberfläche beträgt die
mittlere Oberflächentemperatur 468 Grad Celsius. Eine Temperatur, bei der Metalle und
Legierungen, wie Blei, Zink und Messing schmelzen würden. Neben der Gluthitze herrscht
ein Druck von 93 bar, vergleichbar dem irdischen Druck in fast 1000 Meter Wassertiefe.

The Bringer of Peace lautet hingegen Holsts Untertitel in der Partitur, in die hier von der RSB-Geigerin und Adoptions-Patin Juliane Manyak schon erste Choreografie- und Textanweisungen für die Schüler eingetragen wurden. Venus Partitur
Welche Venus werden nun die Schüler zeigen? Die Friensbotin, die verhüllte Göttin oder den unerträglich heißen „Höllenplaneten“? Noch haben die Proben erst begonnen….

Aber schon jetzt hat „das Projekt eingeschlagen wie eine Bombe“, sagt die Klassenlehrerin, denn die Klasse beschäftigt sich nicht nur musikalisch, sondern auch im Sachunterricht ausführlich mit dem Thema Planeten. Ein fachübergreifendes Projekt, das hoffentlich bleibenden Eindruck bei Schülern, Lehrern und Musikern hinterlässt!

Ein Beitrag von Isabel Stegner

Ein Gedanke zu “Flug zur Venus

  1. Welches Gesicht unsere Venus zeigen wird ist natürlich noch streng geheim, aber die Schüler sind tatsächlich ganz Feuer und Flamme, so dass es für mich, die so ein Projekt mit einer Schulklasse das erste Mal macht ein leichtes Spiel war mit den Kindern zu arbeiten und sie an das Thema heranzuführen.
    Die Kinder wussten schon viel und ich denke, dass sich dieser Punkt durch die Arbeit hindurchziehen wird. Dieses Geben und Nehmen und die Kinder dort abholen wo sie sind, ihre eigenen Ideen in das Projekt einfliessen zu lassen. Trotzdem muss die Idee natürlich vorher durchdacht sein und im zeitlichen Rahmen, den auch der Stundenplan der Schule vorgibt durchführbar sein.
    Aber ich bin guter Dinge und zum Glück bei dem ganzen Abenteuer ja nicht allein in der Galaxie unterwegs.

    (Juliane Manyak)

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